Der Autor

mal Mitarbeiter des Tages
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Tassen Kaffee pro Woche (eher nachts)
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Arbeitgeber duldeten mich bereits
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Unzufriedene Gäste täglich (Durchschnitt)
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Mein Name ist Peter.

Hauptberuflich trage ich Tabletts mit zahlreichen Bieren darauf von A nach B. Im Anschluss laufe ich meist wieder von B nach A. Selbstverständlich nie mit leeren Händen. So, nun kennen Sie bereits einen großen Teil von mir, beziehungsweise meinem Arbeitsleben!

  • Wohnort: Bad Homburg
  • Beruf: Kellner
  • Hobbies: Überstunden
  • Lieblingstablett: Rund
  • Lieblingsfrage: Bar oder Karte?

Kellner bin ich bereits seit über 25 Jahren und vielleicht sind wir uns ja schon irgendwann irgendwo über den Weg gelaufen.

 

Das letzte Mal, als ich über mich geschrieben habe, war in der 3. Klasse. Ich kenne gar nicht mehr den Namen meiner Mitschülerin, aber ihr Poesie-Album war damals noch ziemlich leer. Genau, Poesiealbum! Kennt das noch jemand? Als ich in der Gastronomie anfing, gab es noch kein Smartphone und Social Media war so selbstverständlich wie ein Kassettendeck für die Kids heute. Whatsapp war Zettel, Stift, Briefumschlag und eine Message ohne Emojis, plus Fussweg zur angeschriebenen Person, wenn man die Briefmarke sparen wollte. Google wurde zudem gerade erst gegründet und ich verschwieg meinem ersten Arbeitgeber, dass ich ein unerfahrener Knallkopf war, auf der Suche nach Trinkgeld zur Finanzierung meiner ersten Privatjacht.

 

Was soll ich sagen, ich wurde angenommen, obwohl ich damals aus betriebswirtschaftlicher Sicht einen Meilenstein in verschwendetem Gehalt darstellte. Das haben mir Gäste tatsächlich auch mehrfach bestätigt, es musste also etwas dran sein.

 

Gut, jetzt bin ich hier, 25 Jahre später. Für die Jacht wird es auch in Zukunft nicht reichen, aber was soll’s, ich fahre gerne Auto. Also Gebrauchtwagen:)

Das Schreiben ist neben meiner Arbeit das, was ich am liebsten tue. Angefangen habe ich damals mit Kurzgeschichten und (oft peinlichen) Gedichten. Meine Kollegen fragen mich oft, wann ich denn Zeit zum Schreiben hätte? Viel Zeit ist es tatsächlich nicht, aber die ein oder andere freie Minute gibt es immer, allerdings meist nachts. 2024 erschien der erste Teil der Kellner kommt! Reihe. Ein satirischer Blick auf den Restaurantalltag. Und warum nicht das Thema mit Humor angehen? Ich sehe viele Arbeitskollegen, die sich selbst unter Stress setzen oder setzen lassen. Aber warum? Mein Motto lautet immer:

 

Tu was Du kannst, so gut Du es kannst!

 

Kannst Du von Dir behaupten, dass Du deinen Job mit Ehrgeiz, und dem Willen ihn gut zu machen, ausübst?

Dann hast Du es geschafft, hast Dir nichts vorzuwerfen und musst dir auch nichts vorwerfen lassen. Tu was du kannst, so gut Du es kannst!

Nörgler wird es immer geben, begegne ihnen mit einem Lächeln und einem Schulterzucken. Das ist besser als sich von ihnen herunterziehen zu lassen und das ist das, was ich auch meinen Kolleginnen und Kollegen rate.

 

Nun aber genug dazu, ich wünsche Ihnen, ob als Gast oder als Servicekraft, alles Gute. Bleiben Sie gesund und auch wenn die Sonne mal nicht scheint: Auch drinnen gibt es noch freie Tische!

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